Magenbeschwerden
Dass Ärger sich auf den Magen schlagen kann, ist eine sprichwörtliche Tatsache. Wer immer sich mit chronischen Magenbeschwerden herumschlägt, ob es sich nun um einen Reizmagen, eine chronische Gastritis, eine Unter- oder Überproduktion von Magensäure, um Völlegefühl, Blähungen oder gar ein Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür handelt, kann sich ziemlich sicher sein, dass seelische Ursachen für seine Erkrankung vorliegen, meistens ein nicht gelöster Konflikt, eine dauernde Angst, fast immer Dis-Stress.
Vor jeder Heilung stehen daher die Lösung des Konflikts und die Änderung der stressfördernden Lebensgewohnheiten. Außerdem ist bei allen Magenleiden darauf zu achten, dass auf Kaffee, Alkohol, Nikotin sowie auf Zucker, Süßigkeiten und scharf gewürzte Speisen verzichtet wird.
Einige bewährte Hausmittel
Bei Magenschleimhautentzündungen (Gastritis) und selbst bei Magengeschwüren hilft sehr oft eine Rollkur mit Kamillentee. Hierzu bereiten Sie sich einen Kamillentee durch Aufbrühen von 2 Esslöffeln Kamillenblüten mit einer Tasse heißem Wasser. Davon trinken Sie ein Viertel und legen sich auf den Bauch, dann ein weiteres Viertel und legen sich auf den Rücken, nach dem nächsten Viertel dann auf die rechte und nach dem letzten Viertel auf die linke Seite. Jeweils nach einer Minute wird dabei der Körper gedreht. Auf diese Weise kommt der heilbringende Tee an alle Stellen des Magens und bringt die Schleimhautentzündung zum Abklingen.
Als weitere Heiltees sind noch Tees aus Bitterpflanzen wie Tausengüldenkraut, Wermut, Enzian und Bitterklee zu empfehlen. Eine Mischung dieser Pflanzen hilft vor allem bei einer Überproduktion von Magensäure.
Abzuraten ist von Alkohol (auch den sogenannten Magenbittern und Verdauungsschnäpsen). Auch die früher oft bei Magendrücken und Sodbrennen verwendete Speisesoda (Natriumcarbonat, Natron) ist abzulehnen, ebenso wie die sogenannten Antacide, d.h. Tabletten (aus Magnesiumoder Aluminiumverbindungen), die die Magensäure neutralisieren sollen. Durch all diese Mittel wird dem Magen nur vorgetäuscht, dass ihm Säure fehlt, so dass er nach einiger Zeit wiederum vermehrt Säure produziert und die neutralisierende Wirkung nur kurze Zeit anhält. Durch die Speisesoda wird darüber hinaus noch infolge chemischer Reaktionen im Magen die stark blähende Kohlensäure freigesetzt.
Eine wohltuende Wirkung auf den Magen besitzen dagegen Haferschleimsuppen, die allerdings nicht stark gewürzt sein dürfen. Sie werden aus Haferschrot oder Haferflocken mit Wasser zubereitet. Einen gewissen Schutz für die Magenschleimhaut kann außerdem auch der Leinsamen bieten.
Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre
Die oft sehr schmerzhaften und nicht ganz ungefährlichen Geschwüre am Magen oder Zwölffingerdarm befallen besonders häufig ehrgeizige und erfolgreiche Menschen, die ständig unter Stress stehen. Oft sind es Menschen, die im Grunde eher umsorgt und bemuttert werden möchten, aber stattdessen glauben, den starken Mann (oder die starke Frau) spielen zu müssen. Der Magen dieser Menschen produziert im Übermaß Magensäfte, die die Magenwände angreifen und Geschwüre verursachen.
Die Behandlung erfolgt ähnlich wie die der Magenschleimhautentzündung. Allerdings sollten Sie hier auch immer einen naturheilkundlich orientierten Arzt oder Heilpraktiker hinzuziehen. Neben Rollkuren und Bittertees helfen bei Magengeschwüren auch Kuren mit Weißkohlsaft. Zuweilen wird auch Süßholz (Lakritz) empfohlen. Auch Milch - ein Glas alle drei Stunden getrunken - kann die Beschwerden bessern.
Methoden der Naturheilkunde
In der Praxis des Naturheilkundlers werden bei den genannten Magenkrankheiten vor allem Akupunktur und Neuraltherapie eingesetzt und homöopathische Mittel verordnet. Es wird dabei in erster Linie eine Regulierung der Magensäureproduktion angestrebt. Schon wenige neuraltherapeutische Injektionen im Bereich des Oberbauchs („Magengrube") besänftigen das vegetative Nervensystem, regulieren die Magensäureproduktion und heilen die Krankheit aus.
Blähungen
Blähungen entstehen durch Gärungs- und Fäulnisprozesse im Dickdarm, die in geringem Umfang durchaus einen normalen Körpervorgang darstellen. Bei Störungen im Verdauungsapparat kommt es jedoch zu vermehrter Gasbildung mit unangenehmen Blähungserscheinungen.
Gegen Blähungen helfen vor allem Leibumschläge (warme Leibwickel). Hierzu wird ein Tuch mit warmem Essigwasser getränkt und auf den Leib von den Rippenbögen abwärts bis zu den Oberschenkeln gelegt. Darüber breitet man zur Isolierung ein Zwischentuch aus Leinen und legt obenauf eine Wolldecke zum Warmhalten.
Ebenso helfen andere Kneippsche Wasseranwendungen wie z.B. wechselwarme Sitzbäder, Schenkelgüsse und Vollgüsse.
Eine Reihe von Pflanzen hilft, die blähende Wirkung von Speisen zu mindern bzw. zum Verschwinden zu bringen. Dazu gehören vor allem die Samen von Fenchel, Anis, Kümmel und Koriander. Sind die Blähungen stressbedingt, so können diese Samenkörner mit beruhigend wirkenden Kräutern wie z.B. Baldrian kombiniert werden.
Blähungshemmende Tees
a) Man mischt je 3 Teile Kamillenblüten, Pfefferminzblätter, Baldrianwurzel und 1 Teil Kümmel. Diese Mischung wird mit einer Tasse heißem Wasser überbrüht. Davon trinkt man täglich drei bis vier Tassen, bis die Blähungen verschwunden sind.
b) Je 3 Teile Pfefferminze und Kamille, 2 Teile Baldrian und 1 Teil Kardamom und Kalmuswurzel werden vermengt, mit heißem Wasser übergössen und einige Stunden stehen gelassen. Von diesem Absud trinkt der Patient mehrmals am Tag eine halbe Tasse.
c) Je ein Teil Bitterklee, Fenchel, Minze, Schafgarbe und Tausendgüldenkraut werden mit einer Tasse heißem Wasser Übergossen. Davon ist vor jeder Mahlzeit eine halbe Tasse zu trinken.
Hilfreich ist auch eine Leib-Selbstmassage: Hierzu legen Sie sich am besten auf den Rücken und ziehen die Knie so weit an, dass sich die Bauchdecke voll entspannt. Nun legen Sie die rechte Hand auf die rechte untere Bauchseite (Blinddarmgegend) und darüber die linke Hand. Die aufeinander-liegenden Hände streichen jetzt mehrfach in einem Kreis hoch zum rechten unteren Rippenbogen, dann nach links zum linken unteren Rippenbogen und von da an kreisförmig zurück zum Ausgangspunkt. Diesen Bogen kann man auch statt in einer Linie mit lauter kleinen Kreisen abstreichen. Die Blasengegend sollte nicht mitmassiert werden.
Methoden der Naturheilkunde
Der Naturheilkundler wendet vor allem Homöopathie, Akupunktur, Neuraltherapie oder, wenn es sich um eine Folge innerer Vergiftungen handelt, auch das Baunscheidtieren an.
Verstopfung (Obstipation)
Verstopfungen haben fast immer seelische Ursachen. Neben tief sitzenden inneren Konflikten, die oft noch aus der Kindheit herrühren, ist meist auch Stress die Ursache. Dies besonders dann, wenn er bewirkt, dass die Mahlzeiten nur unregelmäßig und in Eile eingenommen werden und bei all den dringenden Geschäften keine Zeit für das Geschäft auf dem stillen Örtchen bleibt.
Auch eine ballaststoffarme Ernährung wie Kantinenkost, Hamburger mit Pommes frites und dergleichen kann an dem fehlenden Stuhlgang schuld sein.
Ernährung
Sorgen Sie dafür, dass Ihre Nahrung genügend Ballaststoffe enthält, also vor allem pflanzliche Faserstoffe. Lange Zeit hielt man diese für entbehrlich, da sie vom Körper nicht verwertet werden. Man nannte sie daher geringschätzig Ballaststoffe. Heute weiß man aber, dass sie unbedingt nötig sind, um den Darm anzuregen und die Ausscheidung zu fördern. Ballaststoffreiche Nahrung trägt wesentlich zur geregelten Verdauung und daher zur Entgiftung des Körpers bei.
Sie sollten deshalb viel Vollkornprodukte zu sich nehmen und daneben regelmäßig viel Gemüse und Hülsenfrüchte essen, während Backwaren aus Auszugsmehlen und Fleisch eher einzuschränken sind.
Geregelter Stuhlgang
Die geregelte und durchplante Arbeitswelt hat es mit sich gebracht, dass man sich vielerorts gezwungen sieht, den Stuhlgang zu verschieben. Dabei gewöhnt der Darm sich jedoch seine Reflexe ab. Oftmals wird dieses Verhalten auch noch durch falsche Scham und ein unnatürliches Verhältnis zum eigenen Körper gefördert. Stattdessen sollten Sie stets den Signalen des Körpers nachgeben und nicht auf äußere Umstände Rücksicht nehmen. Hilfreich ist es auch, wenn der Körper sich mit einer gewissen Regelmäßigkeit meldet, doch sollten Sie dies nicht erzwingen. Die verbreitete Auffassung, man müsse seinen Darm „erziehen", entspricht einer falschen Unterordnung der Körpervorgänge unter zivilisatorische Normen, für die sich der Körper dann rächt. Allerdings wird eine geregelte Lebensführung mit regelmäßigen Mahlzeiten auch bald einen regelmäßigen Stuhlgang zur Folge haben.
Natürliche Mittel zur Förderung des Stuhlgangs
Während vor allen Abführmitteln gar nicht genug gewarnt werden kann, da sie die natürlichen Reflexe des Darms lahmlegen, können einige natürliche Produkte bedenkenlos einige Zeit gegen Verstopfung verabreicht werden. Doch muss das Ziel immer sein, den Körper dazu zu bringen, selbständig zu funktionieren.
Zu den natürlichen „Abführmitteln" zählt vor allem Trockenobst, insbesondere Backpflaumen und Feigen. Sie können direkt gegessen oder eingeweicht dem Frühstücksbrei zugesetzt werden.
Durch eingeweichte Leinsamen wird der Stuhl weicher. Ein natürliches Abführmittel stellt auch der Milchzucker dar. Hiervon sollten Sie 10g in warmer Milch auflösen und morgens auf nüchternen Magen trinken.
In Reformhäusern und Apotheken sind Abführtees auf Heilkräuterbasis zu kaufen. Meist enthalten sie Schlehen, Faulbaumrinde, Sennesblätter und Senfkörner. Auch diese Abführtees sollten jedoch keinesfalls gewohnheitsmäßig und auf Dauer getrunken werden.
Eine hervorragende Wirkung für alle Verdauungsvorgänge in Magen und Darm besitzt der Knoblauch, der dazu beiträgt, dass sich eine gestörte Darmflora wieder regenerieren kann. Eine regelmäßige Einnahme von Knoblauchtinktur, Knoblauchöl oder frischen Knoblauchzehen sorgt für die notwendige Entgiftung des Darms. Zur Bereitung der Tinktur gibt man etwa zehn Knoblauchzehen auf einen Viertelliter hochprozentigen Alkohol und lässt die Flasche etwa zwei Wochen im Sonnenlicht stehen. Dann wird abgeseiht und die Tinktur in einer dunklen Flasche aufgehoben. Davon trinkt man täglich 20 Tropfen verdünnt.
Zur Zubereitung des Knoblauchöls werden Knoblauchzehen reinem Olivenöl beigegeben.
Nur im Notfall verabreicht werden sollte das Rizinusöl. Es bewirkt zwar eine baldige Entleerung des Darms, hat jedoch schnell wieder eine erneute Verstopfung zur Folge.
Einlaufe (Klistiere)
Löst sich die Verstopfung nicht durch eine Ernährungsumstellung, ist als letztes Mittel ein Einlauf zu empfehlen. Er ist das beste Mittel zur gründlichen Leerung und Entgiftung des Darms. Im Gegensatz zu vielen Abführmitteln wird dabei der Darm nicht lahmgelegt, sondern sogar zur besseren Durchblutung angeregt.
Geräte für die Einläufe gibt es in den Apotheken zu kaufen. Beim Einlauf legt sich der Patient auf die linke Seite und zieht die Beine an. Das Einfüllrohr wird mit etwas Öl oder Vaseline gleitfähig gemacht. Die Einführung muss langsam und vorsichtig erfolgen, der Zufuhrschlauch soll keine Luft enthalten. Während des Einführens der Flüssigkeit soll der Berieseler (Irrigator) langsam auf und ab bewegt werden, um Schmerzen zu verhindern.
Die Einlaufflüssigkeit besteht aus bis zu einem Liter Wasser. Sie wird manchmal mit Kräuterabsud, Öl oder Seife versetzt. Nach Möglichkeit soll die Flüssigkeit einige Zeit im Darm behalten werden.
Bei Entzündungen im Darmbereich sollten Einlaufe unterbleiben. Ebenso sollten sie nicht auf Dauer angewendet werden, da jede Therapie zum Ziel haben muss, die Eigenbewegungen des Darms wieder in Gang zu setzen.
Bewegungsübungen und Massagen
Zur Vorbeugung und Beseitigung von Verstopfungen ist ausreichend Bewegung erforderlich. Besonders gut geeignet sind Treppensteigen und Radfahren bzw. „Radfahrgymnastik", bei der Sie sich auf den Rücken legen und mit den Beinen Radfahrbewegungen vollführen. Auch die Selbstmassage des Bauches ist bei Verstopfungen hilfreich.
Methoden der Naturheilkunde
Der Naturmediziner kann gezielte Massagen wie Bindegewebsmassagen durchführen oder eine Behandlung mit Gleichstrom. Durch elektrische Reize wird der Darm zur besseren Tätigkeit angeregt. Unschädliche Ströme kräftigen dabei die Bauch- und Darmmuskulatur. In schwierigen Fällen werden auch Akupunktur und Neuraltherapie eingesetzt.
Durchfall
Die Ursachen für Durchfälle liegen nur manchmal darin, dass verdorbene Speisen verzehrt worden sind oder man sich eine Infektion eingehandelt hat. Sehr oft sind es psychische Gründe und vor allem Stress, die den Durchfall bewirken, besonders wenn es sich dabei um einen Dauerzustand handelt. Den meisten von uns sind „Angstdurchfälle" als Folge von Stress - etwa vor Prüfungen - bekannt. In früheren Zeiten der Menschheitsgeschichte mag dies einmal den Sinn gehabt haben, dass ein voller Darm nicht beim Kampf oder bei der Flucht hindert und dass bei geleertem Darm das Vergiftungsrisiko nach Verletzungen im Unterbauch geringer ist.
Das können Sie gegen Durchfälle unternehmen:
Zunächst muss einmal die Ursache abgeklärt werden: Wenn Durchfälle die Folge einer Vergiftung sind oder eine Infektionskrankheit zugrunde liegt, sollte ärztliche Hilfe herangezogen werden.
Ernährung
Wer unter Durchfällen leidet, sollte auf jeden Fall Alkohol und Kaffee meiden.
Bei akuten Durchfällen ist das beste Mittel, nichts weiter als geriebene Äpfel zu essen. Sie enthalten in großen Mengen Pektine, die die Eigenschaft besitzen, Flüssigkeit zu verfestigen und so für einen festen Stuhl zu sorgen. Ähnlich wirken auch Heidelbeeren, Bananen und Karotten.
Die Darmflora wird durch echte Hefe stabilisiert und lässt sich durch regelmäßiges Essen von Knoblauch entgiften. Alle chemischen Präparate gegen Durchfall, die auf dem Markt erhältlich sind, schaden mehr, als sie nutzen. Die oft verabreichten Kohletabletten schaden zwar insofern nicht, als sie keine Giftstoffe enthalten, doch ist ihr Nutzen zweifelhaft, da sie nur Wasser binden, ansonsten aber keine Heilwirkung besitzen.
Um Durchfällen vorzubeugen, muss die Nahrung langsam gegessen und gut eingespeichelt werden. Durch das Hinunterschlingen großer Bissen wird die Nahrung oft nicht genügend im Magen verdaut, so dass im Darm Fäulnisvorgänge mit Gasbildung ablaufen. Dadurch werden die Darmschleimhaut und auch die Darmflora geschädigt, was oft der Anfang von Durchfällen ist.
Das Heilfasten
Bei allen Durchfallerkrankungen ist Fasten ein ausgezeichnetes Mittel. Durch Fasten erfährt der Darm und damit der ganze Körper eine gründliche Reinigung von innen her, die die physische und psychische Gesundheit wohltuend beeinflusst. Dies ist auch der Grund, weshalb in fast allen Religionen eine Fastenzeit existiert.
Eine Fastenkur kann zwei bis drei Wochen andauern, sollte aber dann nur unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden. Während der Fastenkur ist keine feste Nahrung erlaubt. Dagegen sollten Kräutertees und Fruchtsäfte in großen Mengen getrunken werden. Zu Beginn der Fastenkur ist für eine gründliche Leerung des Darms, eventuell sogar durch Klistier, zu sorgen.
Die von vielen befürchteten Hungergefühle treten nur in den ersten Tagen auf. Danach fühlen sich viele Fastende eher fröhlich, beschwingt und leistungsfähig.
Neben der länger andauernden Fastenkur ist kurzzeitiges Fasten immer ein nützliches Entgiftungsmittel für den Körper und besonders bei Durchfällen zu empfehlen.
Kräutertees
Bei Durchfallerkrankungen helfen vor allem Tees aus Heidelbeeren und anderen gerbstoffhaltigen Pflanzen (Eiche, Brombeerblätter, Gänsefingerkraut, Himbeerblätter).
Sitzbäder
Das Kneippsche Sitzbad kann sowohl bei Durchfällen wie auch bei Verstopfungen hilfreich sein, da es allgemein anregend auf die Organe des Unterleibs wirkt. Der Unterschied liegt jedoch darin, dass man bei Verstopfungen ein kaltes, bei Durchfällen ein warmes Sitzbad nehmen sollte. Am besten sind die Sitzbäder in einer Sitzbadewanne durchzuführen, doch kann auch eine normale Badewanne ihren Zweck erfüllen. Nach Möglichkeit sollte sich jedoch nur der Abschnitt des Körpers zwischen Oberschenkel und Nabel im Wasser befinden, die übrigen Körperteile sollten durch Decken vor der Auskühlung geschützt werden.
Bei den warmen Sitzbädern sollte das Wasser eine Temperatur von etwa 40 Grad C besitzen, bei den kalten Sitzbädern etwa 20 Grad C. Danach erfolgt eine halbe Stunde Bettruhe.
Methoden der Naturheilkunde
Der Naturheilkundler setzt bei Durchfällen vor allem Homöopathie und Akupunktur ein. Auch die Neuraltherapie zeigt Erfolge. Hierbei werden die Procaininjektionen vor allem am Grenzstrang, einem Teil des vegetativen Nervensystems, durchgeführt oder im Bereich des Bauches eingesetzt.
Herzstörungen
Die herz- und kreislaufschädigende Wirkung des Stresses ist allgemein bekannt. Besonders der Herzinfarkt, zusammen mit den anderen Herz-Kreislauf-Erkrankungen die häufigste Todesursache in den Industriegesellschaften, ist überwiegend stressbedingt. Natürlich ist bei allen Anzeichen dieser Erkrankung, also bei Herzschmerzen, unregelmäßigem Herzschlag, hohem Blutdruck, Engegefühlen in der Brust usw., eine ärztliche Untersuchung mit modernen technischen Apparaturen erforderlich. Erst wenn klar ist, dass keine lebensbedrohenden Schädigungen vorliegen, kann man allein auf die Selbstbehandlung vertrauen. Mit der Selbstbehandlung muss jedoch auf jeden Fall eine Änderung der Lebensführung einhergehen.
Bewegungstraining
Regelmäßige Bewegung und leichte Anstrengungen sind für die Gesunderhaltung des Kreislaufs unbedingt nötig. Wieviel man sich zumuten kann, hängt davon ab, wie trainiert der Körper ist. Sie sollten dafür sorgen, dass Ihr Körper einmal täglich gründlich ins Schwitzen kommt. Der Puls sollte infolge der Bewegung einmal am Tag einen Wert von 130 Schlägen pro Minute erreichen. Für einen Ungeübten genügt es hierfür schon, einige Treppen zu steigen. Ein trainierter Mensch benötigt hierfür jedoch richtige sportliche Übungen. Doch werden Sie bald merken, dass nach einigen Wochen Training Ihre Leistungsfähigkeit bereits angestiegen ist.
Zunächst ist es einfach ratsam, sich überall da zu bewegen, wo man sonst aus Bequemlichkeit auf die Bewegung verzichtet hat. Sie sollten Treppen steigen, statt den Aufzug zu benutzen, zu Fuß gehen, statt Auto zu fahren. Danach sind leichte Ausdauersportarten wie Radfahren, Wandern oder Schwimmen und Laufen anzuraten. Vor Beginn eines regelmäßigen Trainings sollte allerdings eine ärztliche Untersuchung stehen. Muten Sie Ihrem Körper nicht zu viel zu. Wer Seitenstechen, Schwindelgefühle und Ähnliches verspürt, sollte das Training langsam ausklingen lassen. Vermeiden Sie bei untrainiertem Körper plötzliche Höchstbelastungen. So kann das Anschieben eines Autos, das Schneeschippen im Winter schon zu viel für einen untrainierten Menschen sein.
Nahrungsumstellung
Zur Vermeidung von Herz- und Kreislaufschäden ist die Ernährung mit der mehrfach beschriebenen Vollwertkost unumgänglich. Fette Speisen und Zucker sollten vom Speisezettel gestrichen werden, da sie die Cholesterinablagerungen bewirken, die die Arterien verengen und die Entstehung des Herzinfarkts fördern. Da auch ein erhöhter Blutdruck die Gefahr der lebensbedrohenden Herz- und Kreislauf-Erkrankungen verstärkt, ist der Kochsalzkonsum so weit wie möglich zu reduzieren. Achten Sie bitte auch auf Kochsalz und versteckte Fette in Fleisch, Wurst, Käse, in Konserven, Knabberzeug und Mineralwasser!
Umstellung der Lebens- und Arbeitsweise
Gehören Sie zu den Menschen, bei denen Herz und Kreislauf bereits vorgeschädigt sind, ist es höchste Zeit, einiges an den Lebensgewohnheiten und -einstellungen zu ändern. Dazu gehört z.B. die Einsicht, dass es im Leben nicht nur auf die erreichte Position, auf Geld und Anerkennung, sondern auf innere Zufriedenheit und Ausgeglichenheit ankommt. Statt ständiger Anspannung muss auch die Entspannung zu ihrem Recht kommen.
Knoblauch
Am einfachsten ist die Anwendung des Knoblauchs, der unter anderem die Eigenschaft besitzt, den Blutdruck zu regulieren und den Blutfettspiegel in normalen Bereichen zu halten. Da er ein unentbehrliches Gewürz in der feinen Küche darstellt, kann man den täglichen Bedarf von ein bis zwei Zehen ohne weiteres mit der Nahrung zu sich nehmen. Ansonsten ist die Herstellung einer Knoblauchtinktur zu empfehlen. Von dieser Tinktur sollte man zweimal täglich etwa 20 Tropfen einnehmen. Außerdem sind auch Knoblauchpillen und -kapseln auf dem Markt, doch würden wir der Einnahme des frischen Knoblauchs den Vorzug geben. Wer den Körpergeruch fürchtet, der nach dem Knoblauchessen fast unvermeidlich ist, sollte chlorophyllhaltige Pflanzen in Verbindung mit den Zehen zu sich nehmen und im übrigen versuchen, sein Leben nicht zu sehr an den Urteilen anderer auszurichten.
Mistel
Die Mistel ist eine Pflanze, die sich als Halbschmarotzer in vielen unserer Laubbäume ansiedelt und der von alters her eine heilkräftige Wirkung zugeschrieben wurde. Die aus der Mistel gewonnenen Präparate sind blutdruckregulierend und wirken vorbeugend gegen Arterienverkalkung und vor allem gegen altersbedingte Herzerkrankungen.
Man kann auch einen Tee aus Mistelblättern bereiten. Hierbei werden 2 Teelöffel der Blätter mit einer Tasse kaltem Wasser Übergossen. Den Ansatz lässt man 8 Stunden ziehen, erwärmt ihn dann auf Trinkwärme und trinkt ihn in kleinen Schlucken. Es lässt sich aus den Mistelblättern auch ein Saft pressen, der fertig in Apotheken oder Reformhäusern erhältlich ist. Die Dosierung kann den Aufklebern entnommen werden.
Weißdorn
Der Weißdorn bewirkt eine Verbesserung der Herztätigkeit und vermag außerdem den Blutdruck zu regulieren. Bei Arterienverkalkung, Herzentzündungen und vor allem auch bei nervösen, stressbedingten Herzstörungen ist der Weißdorn eine wirksame Heilpflanze.
Sowohl die Blüten, die Blätter als auch die Früchte lassen sich zur Teezubereitung verwenden. Der Blüten- und Blättertee wird als Aufguss bereitet. Dazu wird ein Löffel der Droge mit einer Tasse kochendem Wasser überbrüht. Die Früchte werden zerstoßen und aus ihnen ein kalter Auszug bereitet. (Pro Tasse nimmt man einen Teelöffel zerstoßene Früchte und lässt diese 8 Stunden in kaltem Wasser ziehen.)
Weißdorntees sind völlig ungiftig und können auch über längere Zeit genossen werden.
Herztees
a) Man mischt 2 Teile Weißdorn und 1 Teil Herzgespann und Melisse und überbrüht den Tee mit heißem Wasser. Schluckweise trinken.
b) Eine Mischung wird hergestellt aus 2 Teelöffeln Weißdornblüten, 1 Teelöffel Mistelblättern, 1 Teelöffel Arnikablüten. Von dieser Mischung überbrüht man 1 Teelöffel mit heißem Wasser. Dieser Tee ist nicht als Dauergetränk zu empfehlen, da Arnika giftig ist.
c) 1 Teil Herzgespann, 1 Teil Baldrian, 1 Teil Hopfen und 1 Teil Melisse werden gemischt. Von der Mischung übergießt man 2 Teelöffel mit einer Tasse kaltem Wasser und lässt den Auszug mehrere Stunden stehen. Dieser Tee wirkt vor allem herzberuhigend.
Herzwein (nach Dr. Herzka)
Man nimmt eine Flasche guten Weißwein und versetzt ihn mit 10 Stengeln Petersilie, 2 Esslöffeln Apfelessig und 200g reinem Bienenhonig. Die Zutaten (außer dem Honig) werden aufgekocht, wobei sich der Alkohol verflüchtigt. Nach dem Abkühlen wird der Honig zugegeben. In sauberen Flaschen aufbewahren.
Herzkompressen
Es werden kalte feuchte Tücher auf die linke Brustseite gelegt und mit einem Leintuch und einer Wolldecke abgedeckt. Die Kompresse bleibt so lange liegen, bis sich die Tücher erwärmt haben und trocken geworden sind.
Hilfsmaßnahmen bei einzelnen Herstörungen
a) Herzrasen: Luft anhalten, mit geschlossenen Nasen- und Mundöffnungen Luft herauspressen, bis ein Aufstoßen erfolgt. Das Herz beruhigt sich meist nach wenigen Sekunden.
Zuweilen hilft auch das Trinken von kaltem Wasser oder das Hervorrufen eines Brechreizes, indem man einen Finger in den Mund steckt. Manche Personen helfen sich auch, indem sie sich in Hockstellung begeben und die Oberschenkel gegen die Brust drücken. Dabei soll der Atem angehalten werden.
b) Starkes Herzklopfen: Hier hilft meist das Trinken von kaltem Wasser, das Luftanhalten oder ein kräftiges Husten.
c) Herzkrampf: Als erste Maßnahme sollte man den linken Unterarm in kaltes Wasser legen und dann langsam warmes Wasser zugeben. Bei stärkeren Engegefühlen in der Brust den Notarzt holen, da es sich hierbei um die Vorstufe eines Herzinfarkts handeln kann.
Methoden der Naturheilkunde
In der Akupunktur gibt es verschiedene Herzpunkte, die behandelt werden können. Sehr hilfreich ist manchmal auch die Neuraltherapie, da viele Herzstörungen Folge von nicht ausgeheilten Infektionen, etwa von Mandelentzündungen oder Zahnerkrankungen, sind, die als Störfelder wirken.
Homöopathische Herzpräparate bestehen meist aus sehr stark verdünnten Giftpflanzen wie dem Fingerhut und dem Maiglöckchen. Als natürliches Notfallpräparat gilt bei Herzanfällen das Strophantin, das auch in homöopathischer Verdünnung erhältlich ist.
Sind die Herzbeschwerden durch Alter und Verschleiß bedingt, ist an eine Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie zu denken, die durch die vermehrte Sauerstoffzufuhr zu einer umfassenden Regeneration der Herzzellen führt. Bei Durchblutungsstörungen wird auch die Ozon-Therapie erfolgreich eingesetzt.
Sehstörungen
Als Folge des Stresses können auch Störungen des Sehvermögens auftreten. Oft sind dies nur vorübergehende Erscheinungen, doch können auch ernsthafte Augenerkrankungen die Folge sein. Zunächst muss durch einen Arzt abgeklärt werden, ob Ihre Sehstörungen nicht Folge von Augenerkrankungen oder Kreislauferkrankungen sind. Ist dies nicht der Fall, kann eine Selbstbehandlung erfolgen.
Augenbäder
Hierzu tauchen Sie das Gesicht in eine Schüssel voll warmem Wasser. Im Wasser werden die Augen mehrmals geöffnet und geschlossen. Diesem Augenbad kann ein Absud aus Zinnkraut, Fenchel und Augentrost beigegeben werden. Zuweilen gibt man auch auf einen halben Liter warmes Wasser eine Messerspitze Aloe und wäscht sich mehrmals täglich die Augen damit.
Ein altes Hausmittel ist es, lauwarmes Honigwasser (1/2 Teelöffel Honig auf eine Tasse Wasser auflösen) ins Auge zu träufeln. Dies hilft vor allem bei überreizten Augen.
Ableitende Bäder
Mit kalten Kompressen, die Sie auf die Augenlider legen, können Sie eine entzündungshemmende Wirkung erreichen. Auch kalte Fußwickel und Wadenwickel können helfen, da sie allgemein kräftigend auf den Körper wirken und dazu beitragen, Giftstoffe aus dem Körper abzuleiten.
Augengymnastik
Oft sind Augenstörungen Folge von Überlastung der Augen. Bei Tätigkeiten, die die Augen stark beanspruchen, ist öfter mal eine Pause geboten. Sie sollten die Augen von der Arbeitsfläche weg in die Ferne schweifen lassen oder sie schließen. Dabei können Sie mit den Handballen gegen die Augen drücken, damit sich auch die Lidmuskeln ausruhen können.
Bei der Augengymnastik sollten Sie die Augen in den Höhlen kreisen lassen, ohne dabei den Kopf zu bewegen. Hierdurch werden die Augenmuskeln trainiert und dadurch leistungsfähiger.
Methoden der Naturheilkunde
In erster Linie wird der Naturheilkundler Ihnen homöopathische Augentropfen verordnen, die u.a. aus Augentrost (Euphorbia) bestehen.
Auch neuraltherapeutische Procain-Injektionen an den Nervenausgangspunkten im Augenbereich können helfen. Mit dieser Neuraltherapie und auch mit der Akupunktur werden oft sogar Nasennebenhöhlen-Entzündungen zum Verschwinden gebracht, die zuweilen für die Entzündung der Augen mitverantwortlich sind.
Liegt die Ursache der Sehschwäche in mangelnder Durchblutung, ist an eine Ozon-Therapie oder Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie zu denken. Bei nachlassender Sehkraft im Alter kann auch durch homöopathische Organextrakte Besserung erreicht werden.
Muskelverspannungen, Rückenschmerzen
Rückenschmerzen, Bandscheibenschmerzen und Verspannungen der Muskulatur im Rücken- oder Nackenbereich sind heute weit verbreitet. Meist ist die Ursache eine falsche Körperhaltung am Arbeitsplatz. Durch andauernden Stress kommt es nicht zur nötigen Entspannung der Muskulatur, wodurch die Beschwerden verhindert werden könnten.
Sorgen Sie zunächst einmal für einen körpergerechten Arbeitsplatz. Sitzmöbel und Arbeitstisch müssen in Größe und Form Ihren Körpermaßen angemessen sein. Während der Arbeit sollten Sie kleine Pausen einlegen, sich strecken und recken bzw. gymnastische Übungen durchführen.
Massagen
Die meisten Massagen sollten nur vom Fachmann durchgeführt werden. Nur in wenigen Fällen ist Selbstmassage möglich. Die einfachste Form stellt dabei das „Trockenbürsten" dar. Durch Massagen und Bürsten wird die Haut besser durchblutet, der Kreislauf angeregt, und Giftstoffe werden schneller aus dem Körper ausgeschieden.
Heilkräuter
Da Muskel- und Gelenkschmerzen fast immer auch von abgelagerten Giftstoffen verursacht werden, sind alle Heilkräuter mit entgiftender und ableitender Wirkung zu empfehlen. Zur Entschlackung verhelfen vor allem Brennessel, Löwenzahn, Mädesüß, Holunder und Goldrute. Aus den genannten Pflanzen lassen sich Tees bereiten. Sie können aber auch fertig gemischte Blutreinigungstees kaufen.
Ernährung
Auch zur Vorbeugung von Muskel- und Gelenkschäden ist die schon erwähnte Vollwertkost zu empfehlen. Sie versorgt den Körper mit notwendigen Mineralstoffen und hält ihn frei von krankmachenden Giften. Da eine Umstellung auf Vollwertkost auch zur Gewichtsabnahme führt, können Übergewichtige so einen wesentlichen Beitrag zur Entlastung ihrer Gelenke leisten.
Wasser an Wendungen
Die meisten Güsse und Anwendungen nach Kneipp haben eine ableitende Wirkung, das heißt, sie tragen dazu bei, Giftstoffe und Stoffwechselschlacken aus dem Körper zu transportieren. Außerdem wird der Kreislauf aktiviert, dem Blut wird mehr Sauerstoff zugeführt und die Muskeln werden so besser damit versorgt. Muskel- und Wirbelschmerzen können dadurch gelindert werden.
Methoden der Naturheilkunde
Bei Verrenkungen der Wirbelsäule kann die heilende Hand eines Chiropraktikers oft erstaunliche und schnelle Erfolge erzielen.
Zur Entgiftung der Muskulatur dient zusätzlich das Baunscheidtieren. Außerdem können auch Überwärmungs-Bestrahlungen (Hyperthermie), vor allem mit Ultrarot-A-Strahlen, schnelle Linderung bringen. Diese unschädliche Bestrahlungstherapie wurde eigentlich zur Krebsbehandlung entwickelt. Dabei ist sie auch sehr erfolgreich, denn bei den durch die Bestrahlung erreichten Temperaturen von ca. 43,4 Grad C sterben Krebsgeschwülste allmählich ab. Das gleiche gilt auch für entzündete Zellen. Gesunden Körperteilen macht diese Temperatur jedoch nichts aus; lediglich kranke Zellen sterben ab, und neue, gesunde Zellen können sich schnell nachentwickeln. Außerdem bewirkt die Ultrarot-A-Bestrahlung eine enorme Mehrdurchblutung und damit eine verbesserte Ernährung und Entgiftung des Gewebes.
Luftmangel
Wenn Sie das Gefühl haben, nicht genügend Luft zu bekommen, oder wenn sich tatsächlich die Atemwege verengen und verkrampfen, können die verschiedensten Leiden zugrunde liegen, die vielfach auch durch Stressmitverursacht werden. Jeder Selbstbehandlung muss daher eine gründliche Untersuchung durch den (Natur-) Mediziner vorausgehen.
Oft genügt es schon, sich häufiger an frischer Luft aufzuhalten, die Wohnung besser durchzulüften und zu prüfen, ob nicht etwa zu dichte Fenster jeden Sauerstoff fernhalten oder ein falsch konstruierter Ofen zuviel Sauerstoff verbraucht. In solchen Fällen ist rasch Abhilfe geschaffen.
Natürlich muss bei allen Erscheinungen von Luftmangel das Rauchen eingestellt werden. Wer es nicht aus eigener Kraft schafft, sollte es mit einer „Raucher-Sofort-Entwöhnung" versuchen. Natürlich müssen Sie auch andere Atemgifte wie chemische Dämpfe, staubhaltige Luft usw. vermeiden. Notfalls ist sogar ein Berufswechsel unvermeidlich. Bei Smog sollten Sie das Haus nicht verlassen.
Richtiges Atmen
Eine häufige Ursache von Luftmangel ist die traurige Tatsache, dass wir heute verlernt haben, richtig zu atmen. Besonders unter Stresseinfluss atmen wir oft zu hastig und oberflächlich, anstatt tief und gleichmäßig Luft zu holen und abzugeben. Oftmals verschlägt es uns vor Stress den Atem, und wir halten im wahrsten Sinne des Wortes die Luft an. Nur richtiges Atmen aber sorgt für ausreichende Sauerstoffzufuhr und genügend Abfuhr von Kohlendioxid. Wer richtiges Atmen verlernt hat, muss sich notfalls einer gezielten Atemtherapie, dem sogenannten Heilatmen, unterziehen.
Beim richtigen Atmen muss sich der Brustkorb ausdehnen, damit die Atemwege frei werden und richtig funktionieren können. Gleichzeitige Bauchatmung erhöht dabei noch die Durchblutung der Lungen. Aber nicht nur auf regelmäßiges Einatmen, sondern auch auf kräftiges Ausatmen ist zu achten. Zwischen dem Einatmen und dem Ausatmen sollte der Atem nicht angehalten werden.
Atemübungen werden am besten in vollkommener Ruhelage ausgeführt. Lassen Sie zunächst Brust und Bauch beim Ausatmen einfallen und atmen Sie dann langsam unter Dehnung des Brustkorbs und des Bauches ein.
Am Anfang empfiehlt es sich, nur die Bauchatmung zu üben, indem man mit dem Zwerchfell atmet und die Luft tief in den Bauch hineinzieht. Beherrscht man die Bauchatmung, geht man zur Brustatmung über.
Es genügt, wenn Sie morgens etwa zehn tiefe Atemzüge tun. Regelmäßiges Üben ist wichtiger als Übertreiben. Wenn Sie genügend geübt sind, können Sie die Atemübungen auch im Sitzen oder Stehen absolvieren.
Besonders beleibte Menschen sollten die Bauchatmung üben. Eventuell kann man zur Unterstützung auch noch ein Buch oder einen anderen Gegenstand auf den Bauch legen und gegen den Widerstand üben. Ziel jeder Atemgymnastik ist es, eine naturgemäße Atmung zu trainieren und ins Unterbewusstsein eingehen zu lassen.
Asthma
Eine besonders unangenehme Behinderung der Atmung erfolgt beim Bronchialasthma. Häufig ist es psychisch bedingt, wird durch Stress ausgelöst oder zumindest durch Stress verstärkt.
Wasserbehandlung
Bei der häuslichen Behandlung des Bronchialasthmas sind Anwendungen aus der Kneippschen Wasserheilkunde zu empfehlen. Dazu gehört etwa der kalte Oberguss, der auch noch eine herzkräftigende Wirkung besitzt. Hierbei stützt sich der Patient vornübergebeugt auf den Rand der Badewanne. Für den Guss wird ein Helfer benötigt, der nun in kleinen Kreisen den Rücken vom rechten Schulterblatt zur Hüfte, dann auf der linken Rückenseite hoch bis zur Schulter begießt. Anschließend fährt er mit dem Wasserstrahl den linken Arm herunter. Die Wirbelsäule in der Mitte sollte nicht bespritzt werden. Danach beginnt das gleiche von links nach rechts. Auch auf der Brustseite kann ähnlich verfahren werden.
Zu empfehlen sind auch ansteigende Armbäder.
Kräutertees bei Asthma
a) Asthmatee: 5 Teile Huflattichblätter, 3 Teile Kalmus, Basilikum, Haselwurz, Seifenkraut, Koriander und Petersilie werden zerstoßen. Von der Mischung gibt man einen Teelöffel auf eine Tasse kaltes Wasser und lässt den Aufguss mehrere Stunden ziehen. Etwas erwärmt, wird der Tee dann schluckweise getrunken.
b) Atemtee nach Kneipp: Dieser Tee wird aus gleichen Teilen von Isländisch Moos, Eibischwurzeln, Süßholzwurzel und Bitterklee gemischt. Es erfolgt ein Kaltwasserauszug. Wer unter hohem Blutdruck leidet, sollte die Süssholzwurzel weglassen.
Weitere heilsame Kräuter sind Flieder, Gundermann, Hohlzahn und Quendel. Kräuter mit ätherischen Ölen können bei Atemnot das Durchatmen erleichtern.
Methoden der Naturheilkunde
Besonders Asthma ist von jeher eine Domäne der Ganzheitsmedizin. Am häufigsten verwendet man die Neuraltherapie nach Huneke oder eine Akupunkturbehandlung.
Bei akuten Asthmabeschwerden hilft häufig die uralte Heilmethode des Schröpfens. Hier werden auf dem Rücken in Höhe der Brustwirbel Schröpfköpfe angesetzt. Sie bleiben mehrere Minuten auf der Haut, bis sich ein kleiner Bluterguss bildet. Der Patient spürt förmlich, wie sich dabei die Verkrampfung seiner Bronchien löst und er besser atmen kann.
Manche Atemstörungen sind auch Folge von verschobenen Wirbeln. In diesen Fällen ist dann wieder die Chiropraktik angezeigt.
Kopfschmerzen und Migräne
Kopfschmerzen aller Art sind in unserer stresserzeugenden Zeit eine Massenerscheinung geworden, denn es gibt tausend Probleme, die uns im wahrsten Sinne des Wortes „Kopfschmerzen bereiten". Die Hersteller von Schmerzmitteln verdienen infolgedessen Riesensummen mit ihren schädlichen Produkten, die oft keine andere Wirkung haben, als wiederum Kopfschmerzen zu erzeugen. Es gibt jedoch eine Vielzahl natürlicher Heilmethoden, die hier gar nicht alle aufzählt werden können.
Zunächst ist einmal zu untersuchen, wo die Ursachen für die Kopfschmerzen zu finden sind, vor allem, wenn es sich um immer wiederkehrende Schmerzen handelt. In vielen Fällen können nämlich organische Erkrankungen die Ursache sein. Manchmal - Gott sei Dank nur selten - steckt auch ein Tumor dahinter. Oft stellen Kopfschmerzen auch nur ein Symptom für ein anderes Leiden dar, das zuerst behandelt werden muss (z.B. Stirnhöhlenentzündung, grippale Infekte, Veränderungen an der Wirbelsäule usw.). Erst wenn solche Ursachen ausgeschlossen sind, können Sie mit der Selbstbehandlung der nervlich und durch Stress bedingten Kopfschmerzen beginnen.
Medizinische Bäder
Auch bei Kopfschmerzen aller Art können Wasserbehandlungen nutzen. Ein besonderes Lob gebührt dabei dem „ansteigenden Fußbad", bei dem die Wassertemperatur während des Bades in einer elektrischen Spezialwanne -dem „Schiele-Kreislaufgerät" (Fa. Schiele, Hamburg) - kontinuierlich von 35 Grad C bis 45 Grad C gesteigert wird. Zusätzlich kann man den Bädern ätherische Öle zufügen. Auf diese Weise werden nicht nur die Kopfschmerzen beseitigt, sondern auch mögliche Ursachen wie Kreislaufbeschwerden, mangelnde Sauerstoffzufuhr u.v.a. mehr behandelt, da die Fußbäder auf den gesamten Organismus günstig einwirken.
Auch kalte Güsse aller Art sind hilfreich. Oft genügen schon einfache Formen wie das morgendliche Tautreten.
Die Ya-Ya-Methode
In der Wirksamkeit eng mit der Akupunktur verwandt, jedoch zur Selbstbehandlung geeignet ist die Ya-Ya-Methode. Mit speziellen Klammern, ähnlich kleinen Gardinenklammern, werden bei Kopfschmerzen und Migräne bestimmte Körperstellen eingeklemmt, wodurch ein wohltuender Einfluss auf die die Kopfschmerzen verursachenden Organe und Nerven bewirkt wird.
Zuerst setzen Sie zwei Klammern an die Ohrläppchen, dann werden Klammern in die Mulde oberhalb der Knöchel zwischen Ringfinger und kleinem Finger auf dem Handrücken angesetzt. Schließlich werden dann die Seiten der vier Fingerspitzen jeder Hand, die dem Daumen zugewandt sind, geklammert, und zwar gleich unter den Fingernägeln. Dabei beginnt man mit dem Zeigefinger, es folgen Mittelfinger, Ringfinger und schließlich der kleine Finger. Auf jedem einzelnen Punkt sollten die Klammern mindestens eine halbe Minute bleiben.
Die Moxa-Behandlung
Diese Heilmethode ist ebenfalls mit der Akupunktur verwandt, da auch hier auf bestimmte Akupunkturpunkte der Haut ein Reiz ausgeübt wird. Dieser Reiz wird verursacht von kleinen Hütchen, in denen das Moxakraut verbrannt wird, und stellt einen punktuellen Wärmereiz auf den Akupunkturpunkt dar, durch den die Kopfschmerzen günstig beeinflusst werden. Moxa-Hütchen können Sie in jeder Apotheke kaufen. In der Gebrauchsanweisung finden Sie dann auch die wichtigsten Punkte für die Behandlung von Kopfschmerzen und vielen anderen Beschwerden, die u.a. auch durch Stress ausgelöst werden können.
Hilfreich sind natürlich auch alle entspannenden Übungen wie autogenes Training, Yoga und Atemübungen.
Heilkräuter gegen Kopfschmerzen
Bei nervösen und stressbedingten Kopfschmerzen sollten wir zuallererst an die schon genannten beruhigenden Kräuter denken, also an Baldrian, Hopfen und Melisse. Treten Kopfschmerzen nach durchzechter Nacht oder üppigen Mahlzeiten auf, so hilft meist eine Behandlung mit Brennesseltee, da die Brennessel einen wichtigen Beitrag zur Ausscheidung von Giftstoffen leistet.
Im übrigen sollte sich die Auswahl der Heilkräuter nach den Ursachen der Kopfschmerzen richten.
Alte Hausmittel gegen Kopfschmerzen und Migräne
a) Ziehen Sie den Rauch von brennendem Anissamen durch einen Trichter in die Nase.
b) Machen Sie Stirnumschläge aus Baldriankraut, frischen Huflattichblättern und Wegwarteblättern.
c) Auch kalte Wadenwickel vertreiben Kopfschmerzen.
d) Bäder mit Rosmarinextrakt oder Rosmarinöl sind ebenfalls sehr hilfreich.
Methoden der Naturheilkunde
Da Kopfschmerzen vielfältige Ursachen haben, ist zunächst ein ausführliches Anamnesegespräch nötig, um den Ursachen auf die Spur zu kommen. Entsprechend der Vielzahl möglicher Ursachen und Schmerzformen ist auch nahezu das ganze Arsenal der naturheilkundlichen Heilverfahren anzuwenden, also Homöopathie, Akupunktur, Neuraltherapie, Braunscheidtieren, Nosoden-Therapie, Chiropraktik, Ozon-Therapie und Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie.
Durchblutungsstörungen
Eine der Hauptursachen für Durchblutungsstörungen ist das Rauchen. Danach erst folgen Stress, mangelnde Bewegung und falsche Ernährung. All diese Ursachen sollten natürlich zunächst einmal ausgeschaltet werden. Zur Behandlung ist dann tägliche Gymnastik bei offenem Fenster zu empfehlen. Für viel Bewegung an frischer Luft muß natürlich auch gesorgt werden.
Wasserbehandlung
Besondere Bedeutung kommt den „Wechsel warmen Güssen" und anderen Wasserbehandlungen zu, mit denen leichtere Durchblutungsstörungen oft schon nach kurzer Zeit zum Verschwinden gebracht werden können. Auch die schon erwähnten ansteigenden Fußbäder mit dem „Schiele-Kreislaufgerät" haben sich in meinen Praxen hierfür bestens bewährt.
Selbstmassage
Bei Durchblutungsstörungen am Bein hilft auch die Selbstmassage. Hierzu legt man sich entspannt auf den Rücken und zieht ein Knie an. Dann streicht man von den Zehen aus mit beiden Händen über den Fuß, dann über den Unterschenkel (immer zum Herzen hin). Dies ist mehrfach zu wiederholen. Zum Abschluss werden dann die Waden kräftig ausgeschüttelt.
Massieren Sie danach die Partie zwischen dem Knie und dem Oberschenkel. Knie und Fußgelenke sollten nicht massiert werden.
Ernährung
Eine besondere Bedeutung kommt natürlich der Ernährung zu. Vollwertige Kost beugt den Durchblutungsstörungen vor. Dazu sollte reichlich Knoblauch verzehrt werden. Auf die regelmäßige Zufuhr von Vitaminen ist selbstverständlich auch zu achten. Obst, Rohkost und frisches Gemüse helfen dabei, den Vitamin- und Mineralstoffvorrat genügend hoch zu halten.
Methoden der Naturheilkunde
Der Naturmediziner kann gegen Durchblutungsstörungen vor allem mit der Ozon-Therapie vorgehen. Die „große Blutwäsche" wird dafür ebenso eingesetzt wie Ozon-Begasung der erkrankten Beine oder Ozon-Injektionen in Leisten-Arterien. Aber auch Baunscheidtieren und Neuraltherapie sind durchaus hilfreich, ebenso wie eine Reihe homöopathischer Wirkstoffe und natürlich die Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie.
Konzentrationsschwäche und allgemeine Müdigkeit
Die Konzentrationsschwäche ist ein Hauptübel unserer Zeit geworden, unter der besonders schon unsere Kinder zu leiden haben. Ursachen sind vor allem die Reizüberflutung durch Medien, laute Musik und der städtische Verkehr. Auch falsche Ernährung kann schuld sein, so etwa ein zu hoher Konsum von Phosphaten. Genussgifte wie Koffein, Nikotin und Alkohol führen ebenfalls nach einiger Zeit zu Konzentrationsschwächen.
Ernährung
Wichtig ist vor allen Dingen eine vollwertige Ernährung. Der Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen, der durch falsche Ernährung entsteht, verstärkt nämlich die Müdigkeit und den Konzentrationsmangel. Frisches Obst und Gemüse statt Konserven und fettem Fleisch, Fruchtsäfte und Mineralwasser statt Cola-Getränken und Kaffee bringen hier schnell eine deutliche Abhilfe.
Konzentrationsfordernde Übungen
Natürlich sollte man an eine Umstellung der Lebensweise mit weniger Stress und Hektik denken. Wo dies nicht möglich ist, können wir dem Stress zumindest durch beruhigende und konzentrationsfördernde Übungen wie Yoga, autogenem Training und vor allem auch durch Meditation entgegenwirken. Spaziergänge an der frischen Luft und Bewegungstraining sind hier außerdem ebenso nützlich wie Kaltwasserbehandlungen und Wechselduschen.
Methoden der Naturheilkunde
Sind die Konzentrationsschwächen mit Alterungsprozessen verbunden, wird Ihnen der Naturmediziner zu einer Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie raten, die schnell eine deutliche Besserung bringen wird. Durch eine zusätzliche Ozon-Therapie als „große Blutwäsche" kann die Sauerstoffversorgung des Gehirns noch weiter verbessert werden.
Sexuelle Störungen
Hierunter fassen wir der Einfachheit halber die verschiedensten Störungen des Sexuallebens zusammen, also mangelnde Libido und Gefühlskälte ebenso wie Erektionsstörungen. Bei der großen Empfindlichkeit der Nerven im Sexualbereich und der Konfliktträchtigkeit des Sexualgeschehens kann Dauerstress sehr leicht zu ernsthaften Beeinträchtigungen eines befriedigenden Sexuallebens führen.
Bei all diesen Störungen helfen nicht irgendwelche Wundermittel aus dem Sexladen oder geheimnisvolle Elixiere, die in den Kleinanzeigen der Illustrierten angeboten werden. Nützlich sind dagegen alle allgemein beruhigenden Maßnahmen wie autogenes Training und Yoga, Kräutertees, kalte Güsse und Waschungen, genügend Bewegung und ein Verzicht auf Genußmittel, besonders auf Alkohol.
Wichtig ist auch die Offenlegung von Konflikten zwischen den Partnern und die Aufgabe von Leistungsdenken und dementsprechenden Erwartungen. In schwerwiegenden Fällen sollte man sich auch nicht scheuen, die Hilfe eines Psychotherapeuten in Anspruch zu nehmen.
Methoden der Naturheilkunde
Dem Naturmediziner stehen für Mann und Frau eine Vielzahl von homöopathischen Mitteln zur Verfügung, die die Störungen auf natürliche Weise beheben können. Sind sexuelle Störungen organisch bedingt, also etwa die Folge einer Hormonschwäche oder eines vorzeitigen Alterungsprozesses, bewirkt die Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie in Verbindung mit Organextrakten zuweilen Wunder.
Menstruationsstörungen
Unregelmäßige, zu starke, schwache oder schmerzhafte Blutungen sind häufig stressbedingt. Vor einer Selbstbehandlung sollte jedoch hier eine gründliche Untersuchung stehen. Bei allen stressbedingten und psychisch verursachten Störungen sind Sitzbäder zu empfehlen. Vor Beginn der Regel und während der Periode sollten Tees aus Schafgarbe und Ringelblumen (Calendula) getrunken werden. Dazu kommen allgemein beruhigende Maßnahmen wie autogenes Training und Yoga.
Methoden der Naturheilkunde
In der Praxis sind oft mit Neuraltherapie oder Akupunktur bei schmerzhaften Regelblutungen gute Erfolge zu erzielen. Auch homöopathische Mittel haben sich bestens bewährt.
Gallenerkrankungen
Ärger, bei dem einem „die Galle überläuft", ist fast jedermann bekannt. Schmerzhafte Erkrankungen sind nicht selten die Folge davon, denn die Gallenblase ist sehr empfindlich für Stress und wird leicht in ihrer Funktion gestört.
Als natürliche Heilmittel helfen bei Steinerkrankungen vor allem Dampfkompressen mit Heublumen. Bei längerdauernden Funktionsstörungen helfen pflanzliche Mittel, etwa der Presssaft der Artischocke oder ein Brennesseltee. Ansteigende Sitzbäder wirken allgemein kräftigend für die inneren Organe.
Methoden der Naturheilkunde
Der Naturmediziner wird vor allem Akupunktur und Neuraltherapie gegen Gallenbeschwerden einsetzen. Aber auch mit homöopathischen Mitteln und speziellen Teekuren konnten schon so mancher Gallenstein und so manche Gallenblasenentzündung zum Verschwinden gebracht werden.
Nierenerkrankungen
Alle haben wir schon gehört, dass einem etwas „an die Nieren geht". Diese Redensart bringt zum Ausdruck, dass Ärger, Konflikte und Probleme - eben Stress - die Nierentätigkeit negativ beeinflussen können. Der erhöhte Stress ist neben den nierenschädigenden Umweltgiften (Cadmium, Quecksilber, Blei) und dem Missbrauch chemischer Arzneimittel der Hauptgrund für die Zunahme von Nierenerkrankungen in unserer Zeit.
Bei Nierenerkrankungen ist der (Natur-)Arzt zu Rate zu ziehen. Nur bei Funktionsstörungen ohne organische Schädigung kann man allein der Selbstbehandlung vertrauen, die ansonsten nur unterstützende Wirkung haben kann.
Ernährung
Bei Nierenerkrankungen sind Einschränkungen in der Ernährung unumgänglich. Vor allem ist auf eine Einschränkung von Kochsalz und Alkohol Wert zu legen. Auch der Fleischkonsum muss reduziert werden. Dagegen sollten Sie viel Rohkost und frisches Obst zu sich nehmen. Auch vollwertige Getreideprodukte, etwa aus Hafer, sind sehr nützlich.
Heiltees
Eine ganze Reihe von Heilkräutertees steht uns bei Nierenleiden zur Verfügung. Es seien hier nur die Tees aus Bärentraubenblättern, Wacholderbeeren, Liebstöckl, Goldrute, Zinnkraut, Bohnenschalen und Birkenblättern genannt. Die genaue Zusammensetzung der Tees richtet sich nach der Art der Nierenstörung. Angebracht sind auch ableitende Maßnahmen wie kalte Wickel, Bäder mit Heublumen, Hafer oder Zinnkraut und heiße bzw. ansteigende Sitzbäder.
Methoden der Naturheilkunde
Der Naturmediziner hilft Ihnen bei Vergiftungserscheinungen mit Braunscheidtieren. Auch Neuraltherapie ist oft angebracht, wenn z.B. nicht ausgeheilte Infektionen die Nieren geschädigt haben. Außerdem steht eine Reihe homöopathischer Mittel zur Verfügung, mit denen eine geschwächte Nierenfunktion wieder verbessert und Nierensteine beseitigt werden können.
Immunschwäche
Hier wurde schon mehrfach darauf hingewiesen, dass Stress die Abwehrkräfte unseres Körpers gegen Krankheiten schwächen, also das Immunsystem schädigen kann. Die Folge davon sind z.B. ständige „Erkältungen" und andere Infektionskrankheiten. Selbst Krebs kann durch ein stressgeschädigtes Immunsystem begünstigt werden und zum Ausbruch kommen.
Stärkung des Immunsystems
Alle auf dieser Webseite genannten Maßnahmen gegen Stress helfen auch, das Immunsystem wieder in Gang zu bringen. Ein besonderer Stellenwert kommt der vollwertigen, Vitamin- und minderalstoffreichen Ernährung zu.
Eine Reihe von Heilkräutertees helfen dem Immunsystem bei der Bekämpfung von Infektionen ebenso wie abhärtende Maßnahmen (Sauna, Kaltwassertherapie) und Bewegung an frischer Luft.
Da die Bienen sich einen besondere Schutz gegen die ihren Staat bedrohenden Infektionen geschaffen haben, ist-für die Erhöhung unserer körpereigenen Abwehrkräfte Honig ungemein nützlich. Ebenso natürlich auch Blütenpollen.
Methoden der Naturheilkunde
Dem Naturmediziner stehen vielfältige Maßnahmen zur Verfügung. Besonders wirksam ist hier die Verabreichung von Enzympräparaten. Da unser Immunsystem ganz wesentlich von der Thymusdrüse beeinflusst wird, kann man durch Injektions-Kuren aus Thymusextrakt (THX), der aus den Thymusdrüsen von jungen Kälbern gewonnen wird, eine wesentliche Besserung der körpereigenen Abwehrkräfte beim Menschen erzielen.
Schließlich bleibt noch die Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie als Mittel zur Erneuerung der Abwehrkräfte. In Verbindung mit der Thymusbehandlung stellt sie die beste Möglichkeit dar, einem vorgeschädigten Immunsystem wieder zur vollen Funktion zu verhelfen. Eine Kombinationskur aus Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie und THX stärkt nicht nur die Abwehrkräfte gegen Erkältungen und Infektionen, sondern trägt auch dazu bei, Krebs zu verhüten oder wirksam zu bekämpfen. Sie macht Körper, Geist und Seele fit, jede Art von Dis-Stress besser zu verkraften. Sowohl zur Vorbeugung als auch zur Behandlung großer und kleiner Stress-Folgen können Sie sich nichts Besseres gönnen, als alle ein bis zwei Jahre eine derartige Kur zu machen.
Krebs
Zum Abschluss noch ein paar Worte zu der wohl schlimmsten Entgleisung unseres Immunsystems, bei der es sogar zur Entartung von Zellen kommt: zum Krebs.
Wie schon erwähnt, ist es heute wissenschaftlich erwiesen, dass andauernder Dis-Stress die Abwehrkräfte unseres Organismus dermaßen schwächen kann, dass es zum totalen Zusammenbruch des Immunsystems und damit letztendlich zum Krebs kommt. Eine Umstellung der Lebensweise - so wie hier auf dieser Webseite vorgeschlagen - ist der erste Schritt, einer Krebserkrankung vorzubeugen oder ein bestehendes Krebsleiden zu bessern. Eine bejahende Lebenseinstellung, positives Denken und das Finden zu sich selbst bringen nachhaltige Ordnung in den Stoffwechsel des menschlichen Körpers, entspannen die Nerven, kräftigen die Seele und wecken so ungeahnte Kraftreserven, mit denen der Betroffene wirksame Waffen gegen seine Erkrankung in die Hand bekommt.
Das können Sie sonst noch tun:
Reichlich Vitamin C stärkt die körpereigene Abwehrkraft und kann helfen, Krebs zu bekämpfen. Als Ascorbinsäure ist Vitamin C preiswert in jeder Apotheke erhältlich. Über den Tag verteilt sollten Sie davon etwa 6-10g in Wasser auflösen und trinken.
Sehr wichtig ist rechtsdrehende Milchsäure, die die beim Krebs anfallenden Stoffwechselgifte neutralisieren hilft. Rechtsdrehende Milchsäure gibt es als Tropfen oder Kapseln in der Apotheke zu kaufen. Bewährt hat sich auch die Kombination mit Rote-Bete-Extrakt und anderen Heilkräuterwirkstoffen. In dem Präparat „Anthozym Petrasch" sind diese Wirkstoffe in hoher Konzentration kombiniert.
Gut ist es außerdem, proteolytische Enzyme und hochdosiertes Vitamin A zu sich zu nehmen.
Besonders wichtig ist natürlich, die Ernährung auf eine Vollwertkost umzustellen. Schweinefleisch, weißer Zucker und weißes Mehl sind streng verboten. Empfehlenswert sind alle rohen Gemüse - vor allem Rote Bete, Mohrrüben, Brennessel und Knoblauch - und Salate. Spezielle Krebsdiäten - über die es im Buchhandel genug Lektüre gibt - sind selbstverständlich auch zu empfehlen.
Genussmittelgifte wie Alkohol, Nikotin, Koffein und dergleichen sind selbstverständlich zu meiden. Stattdessen sollte man sich viel an frischer Luft bewegen, die Gesellschaft von heiteren und lebensbejahenden Menschen suchen und sich vielleicht einer Selbsthilfegruppe anschließen.
Methoden der Naturheilkunde
Zuerst einmal kommen natürlich alle Behandlungsmethoden in Frage, die ich schon unter „Immunschwäche" angeführt habe. Thymusextrakt-Kuren sind hier ebenso wichtig wie der Einsatz der Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie. Unterstützt werden diese Kuren noch durch Injektionen mit Mistelextrakten, gärungs- und damit krebshemmenden Präparaten, Ozon-Sauerstoff-Kuren und dergleichen mehr.
In jüngerer Zeit hat sich auch ganz besonders der Einsatz der schon erwähnten Ultrarot-A-Bestrahlung bewährt. Durch die bei dieser Behandlung erreichte Überwärmung des Tumors auf 43,4 Grad C werden Krebszellen zum Absterben gebracht, wogegen gesunde Zellen diese Behandlung unbeschadet überstehen.
Auch weitere Therapien (wie Neuraltherapie zur Beseitigung von Störfeldern, Homöopathie und Symbioselenkung zur Unterstützung der Darmbakterien) können zum Einsatz kommen Es würde zu weit führen, hier die ganze Palette der Krebstherapien aufzuführen. Einschlägige Literatur darüber ist im Handel erhältlich. Außerdem wird natürlich Ihr Therapeut, der sich mit dieser Krankheit befasst über ganz persönliche Erfahrungen verfügen und deshalb das eine oder andere Naturheilverfahren bevorzugt einsetzen.